Die richtige Wasserhärte-Einstellung ist eine der wichtigsten und zugleich am häufigsten vergessenen Einstellungen am Kaffeevollautomaten. Sie bestimmt, wann die Maschine zum Entkalken auffordert. Ist sie falsch eingestellt, verkalkt der Automat, bevor er Bescheid gibt.
Was bedeutet Wasserhärte?
Die Wasserhärte beschreibt, wie viel gelöstes Calcium und Magnesium im Wasser enthalten ist. In Deutschland wird sie meist in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. Die Einteilung nach Waschmittelgesetz:
| Härtebereich | °dH |
|---|---|
| weich | unter 8,4 |
| mittel | 8,4 – 14 |
| hart | über 14 |
In Luxemburg und Teilen Süd- und Westdeutschlands ist das Leitungswasser oft mittel bis hart – regelmäßige Pflege lohnt sich dort besonders.
So bestimmen Sie Ihre Wasserhärte
- Teststreifen: Vielen Maschinen und Wasserfiltern liegt ein Teststreifen bei. Kurz ins Leitungswasser tauchen, nach einer Minute die Farbfelder ablesen.
- Wasserversorger: Ihr örtlicher Wasserversorger bzw. Ihre Gemeinde veröffentlicht die Wasserhärte meist auf der Website oder in der Wasserrechnung.
Wasserhärte an der Maschine einstellen
Die Einstellung finden Sie meist im Menü unter „Wasserhärte“, „Wasser“ oder „Einstellungen“. Viele Automaten arbeiten mit Stufen (z. B. 1–4), die einem °dH-Bereich entsprechen – die genaue Zuordnung steht in der Bedienungsanleitung. Wenn Sie einen Wasserfilter verwenden, aktivieren Sie ihn zusätzlich im Menü: Die Maschine berechnet die Entkalkungsintervalle dann entsprechend.
Weiches Wasser = weniger Pflege?
Weiches Wasser verlängert die Abstände zwischen dem Entkalken, macht es aber nicht überflüssig. Auch geringe Kalkmengen setzen sich mit der Zeit ab. Ein Wasserfilter sorgt zusätzlich für besseren Geschmack.
👉 Wasserfilter & Entkalker · Anleitung: Kaffeevollautomat entkalken